9.8.08

Die Totale Volksverblödung: Fernsehen Macht Dumm und Krank - Hypnosezombies

Achtung: Parken Sie Ihre lieben Kleinen vor dem Fernseher. Wenn Ihr Kind fragen stellt, während Sie selbst Fernsehen schauen - drehen Sie die Lautstärke hoch!

[...]Noch nie war die körperliche und seelische Gesamtverfassung von Schul- und Vorschulkindern so besorgniserregend wie heute.[...]


[...]Pädiater weisen darauf hin, dass Vorschulkinder in den 80er Jahren ihren Kreislauf noch etwa drei Stunden am Tag bei Bewegungsspielen usw. voll belasteten, was ja für die Ausbildung einer guten Kondition sehr wichtig ist; heute beträgt diese Zeit im Schnitt noch 15 Minuten am Tag. Umgekehrt verbrachten die Kinder damals 15-20 Minuten vor dem Fernseher, und heute sind es gut und gerne drei Stunden, wenn man Video- und Computerspiele mit berücksichtigt.[...]


[...]Warum wirkt der Bildschirm bei längerem Gebrauch so negativ auf die Gesundheit und die Entwicklung unserer Kinder?[...]


[...]Die Augen können springen, wohin sie wollen, nirgends finden sie ein bleibendes Objekt, das sich abtasten ließe. Der rasende Leuchtpunkt ist stets schneller.[...]


[...]Selbst wenn die Augen sich mit einer sehr kurzen Fixationszeit von 120 Millisekunden begnügen würden, hätte der Kathodenstrahl [des Fernsehens] in dieser Zeit bereits sechs Teilbilder bzw. drei vollständige Bilder auf die Netzhaut geworfen. Bevor also die Augen Gelegenheit hatten, sich durch eigene Bemühung ein Bild zu verschaffen, ist das vom Kathodenstrahl gezeichnete Mosaikbild längst auf der Netzhaut angekommen, und dort hat es längeren Bestand als auf dem Bildschirm, weil die Netzhaut zu träge ist, um dem rasenden Lichtpunkt folgen zu können. Das vollständige, gleichmäßig ausgeleuchtete Bild, das wir auf dem Schirm zu sehen glauben, existiert in Wahrheit nur auf der Netzhaut.[...]


[...]Nicht zu Unrecht hat der Volksmund das Gerät, das eine so widernatürliche Sehhaltung erzwingt, "die Glotze" genannt. Jedoch ist es ein Irrtum zu meinen, das Glotzen sei eine Schwäche des Zuschauers; der glotzende Blick wird durch die Technik der Bilderzeugung, die im Fernseher Verwendung findet, vom ersten Augenblick an erzwungen, und niemand kann sich diesem Zwang entziehen. Verständlicherweise wehrt sich das Bewusstseindes Fernsehkonsumenten gegensolche Erkenntnisse, weil er doch an sich selbst gar keine Veränderungen bemerkt und sich nach wie vor für völlig frei und aktiv hält. Leider aber beweisen die bisher vorliegenden Untersuchungen das Gegenteil: Eine amerikanische Forschergruppe verglich 1979 die Zahl der Saccaden beim Lesen und vor dem Fernseher. Beim Lesen fanden sie durchschnittlich 5,7 bis 9,2 Saccaden pro Seunde, beim Fernsehen dagegen nur 1 pro Sekunde, also eine Verringerung um annähernd 90%.[...]


[...]Was hier geschieht, ist nichts Geringeres als ein Angriff auf die Willenskräfte des Menschen, von denen alle Eigenaktivität ausgeht. Aktivitätsverhinderung findet statt, Willensstau, und damit auch eine Ich-Verhinderung.


Der Alphazustand


Die Augen lähmende Wirkung, die von dem Fernsehgerät ausgeht, schlägt sich in einer messbaren Veränderung der Hirnstromtätigkeit nieder, die erst 1970 entdeckt wurde. Damals untersuchte H. E. Krugman, welche Veränderungen sich im EEG zeigen, wenn eine Versuchsperson vom Lesen zum Fernsehen übergeht.Schon seine ersten Messungen ergaben, was sich später immer wieder bestätigte: Vor dem Fernseher nehmen die Beta-Wellen stark ab, die Alpha-Wellen werden dominant. Es tritt also beim Fernsehen der so genannte "Alpha-Zustand" ein. Was aber bedeutet das?

Die neuere Forschung hat herausgearbeitet, dass im EEG die schnellen Betawellen immer dann die Alphawellen stark zurückdrängen, wenn ein bewusstes Erkunden und Abtasten der Umgebung stattfindet, indem die Augen ständig neu fixieren und akkommodieren. Verlieren die Augen aber den Sehgegenstand oder geben ihn auf, aus welchen Gründen auch immer, dann kehren die Alphawellen zurück.[...]


[...]Dieser von außen gesteuerte Zustand zwischen Wachen und Schlafen ist wohl am ehesten mit einer Hypnose vergleichbar, und tatsächlich zeigt das EEG während der Hypnose ganz ähnliche Symptome wie beim Fernsehen.[...]

[...]Demnach werden bei einem Fernsehabend weit weniger Kalorien verbrannt als beim absoluten Nichtstun, gleichzeitig aber äußerstkalorienhaltige Snacks und Süßigkeiten verzehrt! Da ist es keinWunder, dass die Fettsucht grassiert.[...]


[...]Daraus folgt: Die Bildschirmregie des Fernsehens imitiert - ob bewusst oder nicht, mag dahingestellt sein - die natürliche Häufigkeit der Augenbewegungen durch ebenso häufige Schnitt- und Einstellungswechsel.


Daher bleibt es unbemerkt, wenn der Zuschauer die Regie von außen für seine eigene hält. Er verwechselt die aufgezwungene Blickführung mit freier Willensbetätigung und erliegt der Illusion, ganz wach und autonom zu sein - die Marionette vergisst die Fäden, an denen sie hängt.[...]


[...] Man wendet sich an einen uralten, tief in den unbewussten Schichten des Gehirns verankerten Reflex, der in natürlichen Situationen für gesteigerte Aufmerksamkeit sorgt, sobald ein unerwartetes Geräusch ertönt oder am Rande des Sehfeldes sich plötzlich etwas bewegt. Solche überraschenden Änderungen ziehen sofort die volle Wachheit auf sich, denn sie signalisieren eine mögliche Gefahr. Daher aktiviert der Körper seine Kräfte für eine eventuell notwendige Flucht oder Ausweichbe- wegung, indem er schlagartig Kortisol ausschüttet, ein Hormon der Nebenniere wie auch das Adrenalin.


Dieser von der Natur für den Notfall eingerichtete "Drogen"-Schuss tritt nun auch vor dem Bildschirm ein, sobald ein unerwarteter Wechsel in der Blickführung eintritt, und er tritt umso heftiger ein, je abrupter der Wechsel ist. Anders aber als in natürlichen Situationen ergreift der Zuschauer nicht die Flucht, sondern lehnt sich im Gegenteil wohlig zurück und genießt den prickelnden Schreckeffekt wie ein Aufputschmittel, das ihn wach macht.

Indessen stumpft die prickelnde Wirkung sehr bald ab, Gewöhnung tritt ein, und wieder muss die Dosis erhöht werden, d. h. Die Frequenz und Heftigkeit der Bildwechsel werden erhöht, die Überrumpelung des Zuschauers wird verschärft. Physiologisch dürfte das, wie Pearce 1998 vermutete, zu einer allmählichen Übersättigung mit Kortisol führen, und dann hat dieses nur für den Ausnahmezustand gedachte Hormon toxische Wirkung und versetzt den Körper in einen permanenten unterschwelligen Stresszustand. Stress seinerseits gilt heute als Hauptursache vieler Zivilisationskrankheiten.


Die Fernsehsucht ist also nicht nur eine Metapher, sondern ihr liegt tatsächlich ein physiologischer Suchtprozess zu Grunde.[...]


[...]Damit aber geht der Welt das Kostbarste verloren, was Kinder mitbringen: Aufmerksamkeit, Interesse, Anteilnahme, Einfühlungskraft.[...]

Kommentare:

stock market hat gesagt…

im here because of few cents for you. just dropping by.

Anonym hat gesagt…

...erliegt der Illusion, ganz wach und autonom zu sein - die Marionette vergisst die Fäden, an denen sie hängt....

Also ich bin kein Fan vom Fernsehen, ich glaube auch dass Medien immer versuchen die Menschen zu beeinflussen, doch das hier ist totaler Schwachsinn, als ob das Fernsehen durch die manipulation des Auges, den Menschen kontrollieren könnte. Es kommt in dem Artikel so rüber als seien all jene die Fernsehen Sklaven, ohne Willen und Bewustsein.

Das stimmt nicht, jeder gibt doch seine Meinung über etwas ab während er Fernsieht. Er ist nicht in Hypnose sondern weiss ganz genau was er da sieht und bildet sich seine Meinung darüber oder stellt sich Fragen. Die einen weniger die anderen mehr.

Ich sag nur eins "Sommermärchen", einige von euch wissen was ich damit sagen wil...

Steffino hat gesagt…

@Anonym: ehm.. moment mal - wir sprechen hier über kinder, und die wissen nicht "ganz genau was sie sehen" und können sich auch nicht kritisch mit den inhalten auseinandersetzen etc.

und ich wage zu behaupten, dass auch die meisten oder zumindest viele erwachsene sich vor die glotze hängen, um "abzuschalten" oder sich abzulenken und dabei auch nicht gerade eine kritische haltung an den tag legen, sondern tatsächlich eher in einen hypnoseähnlichen zustand fallen.

also bitte noch mal drüber nachdenken...

ga1609 hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Steffino hat gesagt…

p.s. wobei die manipulation eher über die inhalte (und die form der präsentation) stattfindet, als über die technik - kathodenstrahl ist mit den modernen displays ja auch nicht mehr gegeben..